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Settembre 2010


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SCONFINITUDINE »

 

 

Catalogo della mostra con testi di Dario Trento

Katalog der Ausstellung mit Text von Dario Trento

 

 
     
     
 

Settembre 2005

« Ut pictura poesis »

Catalogo della mostra con testi di Letizia Ragaglia

Katalog der Ausstellung mit Text von Letizia Ragaglia

  
     
NATALY MAIER
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SCONFINITUDINE »
 
NATALY MAIER
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SCONFINITUDINE »

L’esposizione personale di Nataly Maier alla Galleria Antonella Cattani contemporary art a Bolzano induce ad una riflessione sul fascino della concretezza e della soggettività della materia pittorica.

L’indagine dell’artista germanica, che prende le mosse da un personale confronto con alcuni capolavori della storia dell’arte occidentale, corre parallela ad una veemente affermazione dell’esperienza emozionale individuale.
Da ciò lo svolgimento della mostra che è composta da disegni ad acquarello su carta di formato intimo – studi accurati di opere rinascimentali e barocche – dai quali prendono origine i dipinti astratti di grande dimensione.
La ripresa del dipinto antico è una forma di racconto che può produrre rimbalzi nelle direzioni più diverse. Negli acquarelli presentati in questa mostra le composizioni di Giotto, Caravaggio e Pontormo… sono rivisitate con il metodo della parafrasi. La banda cromatica che accompagna le stenografie di Nataly Maier dai dipinti antichi serve a stabilizzarle e radicarle in un discorso di valore più generale e tipologico.

Può la pittura aniconica rendere visibile ciò che fugge la rappresentazione, come le sfumature di uno stato emozionale? con i lavori di questa mostra Nataly Maier sembra voler rispondere anche a questo quesito, realizzando dapprima il disegno dell’opera da lei prescelta e isolando contemporaneamente, a lato del foglio, i tasselli cromatici che la caratterizzano.
Nel prendere distanza dall’immagine l’artista si appropia delle cromie spingendole a farsi elemento indagativo di visioni che, perdendo la loro fisicità, mettono in scena i meccanismi e la natura della pittura. Da questo procedimento hanno origine i dipinti su tela che sprigionano una energia piana e naturale; le forme sono disposte per leggi antiche di emergenza e profondità, per relazioni e reciproci coinvolgimenti.
Un rapporto inedito si instaura tra i disegni – analisi di una visione – e i dipinti che assumono invece il tono intimo di un racconto personale.

 

Die gesamte Untersuchung Nataly Maiers Malkunst, die von einer persoenlichen Konfrontation mit einigen Kunstwerken der europaeischen Kunstgeschichte beginnt, laeuft parallel mit einer vehementen Behauptung der emotionalen und subjektiven Erfahrung.

Ihre kuenstlerische Produktion erweist sich deshalb mit bestimmten Subjekten der Kunstgeschichte intim verbunden und gleichzeitig autonom. Diese dualistische Natur und eine duale Vorgehens- weise beherrscht den Produktionsmechanismus der Arbeiten auf Papier und auf Leinwand.

In den gezeigten Werken werden die Kompositionen von Giotto, Caravaggio und Pontormo,,, wie Visionen aufgefasst und anhand der Methode der Paraphrase untersucht. Das Farbenspektrum, das Nataly Maiers aus den antiken Gemaelden gewonnene Stenografien begleitet, dient dazu, diese festzuhalten und in einen eher typologischen Zusammenhang zu stellen.
Das malerische Paradigma, das aus den visuellen Recherchen der Kuenstlerin erwaechst, hat auf der Suche nach Substanz und Bestaendigkeit die Richtung der antiken Malerei eingeschlagen. Man koennte entgegnen, dass es sich dabei um eine persoenliche Werteskala handelt, aber fuer die Kuenstlerin zaehlt nur, dass diese Tafel mit farbigen Teilstucken,in den Papierarbeiten anwesend, ihr persoenliches Alphabet der Welt darstellt.

Die aus diesem Verfahren entstandenen Leinwaende verstroemen eine umfassende, natuerliche Energie, die den Mineralpigmenten und ihrem Glanz entspringt. In dieser Logik entfalten sich die Formen nach antiken Gesetzen von Ausbuchtung und Vertiefung, durch Beziehungen und gegenseitige Beeinflussung.

     
NATALY MAIER
« Ut pictura poesis »
 
NATALY MAIER
« Ut pictura poesis »
     

La personale “Ut pictura poesis” di NATALY MAIER nasce da un legame intimo e soggettivo con l’opera storica. L’eco di pitture rinascimentali e di antichi affreschi si avverte nei lavori dell’artista germanica che ha scelto di evocare una impressione sensoriale attraverso il colore e la parola.

Le venti opere in mostra risultano pertanto emozionalmente legate a dei soggetti precisi della storia dell’arte e al contempo assolutamente autonome. Tale natura dualistica insita a tutti i lavori si esplicita anche nella complementarietà della tecnica.

La parte superiore dei lavori – una superficie lucida e riflettente – reca un’iscrizione in caratteri maiuscoli più o meno generale o puntuale (da CAMERA PICTA a CAMPO D’ORO fino a PIERO DELLA FRANCESCA e GIOTTO) rinviando alla constatazione che ogni astrazione è necessariamente referenziale.

La componente specchiante, oltre a coinvolgere lo spettatore che può osservare la propria immagine riflessa nel quadro, funziona come finestra sulla pittura.

Il dipinto monocromo su tela che occupa la parte sottostante dell’opera vuole essere infatti una plateale messa in scena dell’atto del dipingere. Il colore ad olio o tempera all’uovo, applicato in più stati evoca, in un gioco dialettico con la scritta della parte superiore, alcuni capolavori della storia dell’arte occidentale.

 

Nataly Maier und die Dichotomie des malerischen Aktes
Aus dem Tex von Letizia Ragaglia

We have been trained to see painting as “pictures” with storytelling connotations, abstract or literal, in a space usually limited and enclosed by a frame which isolates the image. It has been shown that there are possibilities other than this manner of “seeing” painting. An image could be said to be “real” if it is not an optical reproduction, if it does not symbolize or discribe (...)
(Robert Ryman)

Dieses Zitat von Robert Ryman aus den Sechziger Jahren kennzeichnet in fast emblematischer Weise die Diskussion um die letzten künstlerischen Arbeiten von Nataly Maier. Ihr Werk kann ideell mit der ständigen Auseinandersetzung über das Wesentliche der Malerei in Verbindung gebracht werden, die in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts sei in den Vereinigten Staaten als in Europa erfolgt und eine treffende Erörterung in der heute sogenannten amerikanischen Kunstrichtung Minimal-Art findet. Nataly Maier beginnt mit der Fotografie, untersucht dabei die Zusammenhänge zwischen fotografierter Farbe und gemalter Farbe. Allmählich konzentriert sie sich immer mehr auf die emotionale Erfahrung der Farbe und, infolge des Studiums verschiedener Theorien der Farbe, auf den Akt des Malens in sich und auf die Malerei tout court. Ein weiterer interessanter Zusammenhang mit den amerikanischen Minimalisten ist die Tatsache, dass die Anregung zur letzten Evolution der Kunst von Nataly Maier von Freskozyklen und Renaissancegemälden stammt, aber auch von Werken, die in den Manierismus und Barock, sowie in die unmittelbar vorhergehende Epoche hinauslaufen.
Es gibt somit Elemente, welche die Funktion haben Reaktionen hervorzubringen, in diesem Falle sind es Freskomalereien und antike Gemälde, und es erfolgt ein sensorialer Eindruck, der zu einer konkreten Transposition im Bild führt.
Die Verbindung mit dem historischen Kunstwerk ist grundlegend, aber absolut intim und subjektiv. Im Falle des Werkes “Giotto”, weist das intensive Blau der oberen Bildhälfte – eine rechteckige horizontale lackierte und spiegelnde Fläche – und das matte Ockergelb der unteren bemalten Leinwand zweifellos auf die Fresken der Cappella degli Scrovegni hin. Aber im Grunde wird der unleugbare Hinweis, der auch mit einer Schrift in Grossbuchstaben ausgedrückt ist und kraft ihrer Monochromie integrierter Teil des Werkes erscheint, nichts anderes als ein Vorwand um die Mechanismen und die Natur der Malerei und ihr Genuss in Szene zu setzten. Die obere glä'8anzige Oberfläche verwickelt unmissverständlich den Betrachter, der frei auf die unvermeidbare Präsenz der Materialität des Werkes reagiert. Es ist interessant zu beobachten wie die Dichotomie der Werke eine freie und facettenreiche Annäherung zur Komplexität des malerischen Phänomens ermöglicht: die Anwendung der Monochromie erneuert das Axiom der Modernität nach dem jede Darstellung notwendigerweise eine Abstraktion ist, aber die verschiedenen mehr oder weniger generellen oder genauen Inschriften (von CAMERA PICTA zu CAMPO D’ORO bis hin zu PIERO DELLA FRANCESCA und ARTEMISIA) verweisen auf die Feststellung, dass jede Abstraktion notwendigerweise referentiell ist. Zusammenfassend, die obere Bildhälfte der Werke konfrontiert uns mit der Tatsache, dass jede Darstellung von Regeln und Konventionen abhängt und thematisiert die subjektive Miteinbeziehung des Betrachters, die untere Bildhälfte ergänzt die Überlegung mit einer offensichtlichen Inszenierung des Malaktes in sich und für sich. Nataly Maier visualisiert in sehr origineller Weise die Komplexität der Natur des Kunstwerkes, in welchem Autonomie und Heteronomie untrennbar sind und mit ihren Werken regt sie den Betrachter an über die Faszinierung der Konkretheit und der Subjektivität der malerischen Materie nachzudenken.

   
Biografia
 
Biographie

NATALY MAIER 1957 Monaco di Baviera (D).
Dopo gli studi in filosofia a Tuebingen frequenta (1978-80) la Scuola di Fotografia a Monaco di Baviera.
Dal 1981 vive e lavora a Milano.
Negli anni Ottanta ha inizio l’attività espositiva che si intensifica negli anni Novanta con mostre personali in Italia ed all’estero. Tra personali (dal 2000) si segnalano: In res naturae,Galleria Fumagalli, Bergamo / CP Galerie, Wiesbaden (D) / D’Apres Velasquez, Galleria il Milione, Milano / Ut pictura poesis, Galerie Heufelder, Monaco (D).

 
NATALY MAIER 1957 geboren in Muenchen (D) lebt und arbeitet in Mailand
1974-78 Studium der Philosophie in Tuebingen / 1978-80 Studium an der Schule fuer Fotographie in Muenchen (D).
Unten den Solo und Ausstellungsbeteiligungen(ab 2000)nennen wir: In res naturae,
Galleria Fumagalli, Bergamo / Werkzyklus-2003 CP Galerie Wiesbaden (D / )D’après Velasquez, Galleria il Milione, Milano / Ut pictura poesis, Galerie Heufelder, Monaco (D)
     
     
realizzazione RESmedia